Gestern habe ich die Sonnenfinsternis nicht durch eine Brille beobachtet. Ich saß einfach draußen und habe versucht, diesen besonderen Moment mit allen Sinnen wahrzunehmen.
Das Licht veränderte sich. Es wurde anders, gedämpfter, und für mein Empfinden sogar kühler. Irgendwann bekam ich eine Gänsehaut – nicht nur wegen der Temperatur. Es war diese besondere Atmosphäre, die ich schwer beschreiben kann, die man vielleicht einfach gespürt haben muss.
Später bin ich mit meinem Sohn hinaus aufs Feld gefahren. Wir wollten nach Sternschnuppen schauen.
Und tatsächlich – wir haben viele gesehen. Einige davon konnte mein Sohn sogar fotografieren. Wir standen da, blickten in den Himmel und haben diesen Moment einfach miteinander geteilt.
Natürlich hätte man sich bei so vielen Sternschnuppen etwas wünschen können.
Ich habe es nicht getan.
Denn das, was ich mir wünschen würde, ist ohnehin unerfüllbar.
Und vielleicht ist genau das manchmal die Erkenntnis: Nicht jeder Wunsch braucht einen Stern. Manche Dinge dürfen einfach fehlen und trotzdem Teil unseres Lebens bleiben.
Gestern war kein Tag für Wünsche.
Es war ein Tag zum Staunen, zum Spüren und zum Dasein.
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