Nach einiger Zeit bekam ich endlich den Termin bei einem Psychologen, auf dessen Warteliste ich lange gestanden hatte.
Ich hatte mir davon einiges erhofft.
Vielleicht würde mir dieser Termin helfen, meine Erlebnisse besser zu verstehen und einen weiteren Schritt auf meinem Weg zu gehen. Schließlich hatte ich lange auf diese Möglichkeit gewartet.
Also begann ich mit einigen Sitzungen.
Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass etwas nicht stimmte.
Sein therapeutischer Ansatz passte einfach nicht zu mir.
Es war nicht so, dass er ein schlechter Psychologe gewesen wäre. Aber ich hatte das Gefühl, dass wir nicht auf dieselbe Weise auf das schauten, was mit mir passiert war.
Ich brauchte etwas anderes.
Etwas, das meine Erfahrungen nicht nur verstandesmäßig betrachtete, sondern auch das, was in mir und meinem Körper passierte.
Deshalb entschied ich mich, meine Traumatherapie weiterzuführen.
Eine Zeit lang machte ich beides parallel.
Die Termine beim Psychologen und meine Traumatherapie.
Vielleicht hätte ich damals gar nicht genau erklären können, warum ich an der Traumatherapie festhielt. Ich wusste nur, dass sie mir guttat. Dass ich mich dort gesehen und verstanden fühlte.
Und ich lernte dabei etwas Wichtiges:
Nicht jede Hilfe muss zu jedem Menschen passen.
Nur weil eine bestimmte Therapieform jemand anderem hilft, muss sie nicht automatisch die richtige für mich sein.
Ich durfte ausprobieren.
Ich durfte feststellen, dass etwas nicht passte.
Und ich durfte mich für den Weg entscheiden, der sich für mich stimmig anfühlte.
Rückblickend war auch das ein wichtiger Teil meiner Heilung.
Denn irgendwann begann ich, meiner eigenen Wahrnehmung wieder zu vertrauen.
Nicht alles, was mir angeboten wurde, musste richtig für mich sein.
Ich durfte selbst spüren, was mir hilft.
Und vielleicht war genau das eine der ersten kleinen Entscheidungen, bei denen ich wieder begann, mein eigenes Leben in die Hand zu nehmen.
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