Wenn ich gefragt werde, was Spiritualität für mich bedeutet, fällt mir die Antwort gar nicht so leicht.
Ich richte mein Leben nicht danach aus. Ich habe keinen festen Plan, nach dem ich alles beurteilen muss, und ich glaube auch nicht, dass ich auf jede Frage eine spirituelle Antwort finden muss.
Und trotzdem begleitet mich dieses Thema inzwischen seit einigen Jahren.
Vielleicht, weil sich meine Sicht auf das Leben verändert hat. Weil ich gelernt habe, mehr nach innen zu schauen, bewusster wahrzunehmen und nicht immer sofort für alles eine Erklärung zu brauchen.
Spiritualität bedeutet für mich heute vor allem, offen zu bleiben.
Für meine Intuition. Für kleine Zeichen, ohne in allem zwanghaft eine Bedeutung suchen zu müssen. Für die Natur, für Rituale, für Meditation und für die stillen Momente, in denen ich einfach nur bei mir bin.
Manches davon ist ganz unspektakulär. Ein Spaziergang im Wald. Eine Kerze, die ich bewusst anzünde. Ein Moment der Stille. Der Blick in den Himmel. Das Gefühl, dass etwas gerade gut und richtig ist, ohne genau sagen zu können, warum.
Ich glaube, Spiritualität muss nicht bedeuten, sein ganzes Leben danach auszurichten.
Für mich darf sie einfach ein Teil meines Lebens sein.
Eine leise Begleiterin, die mich immer wieder daran erinnert, innezuhalten, hinzuhören und mich selbst nicht aus den Augen zu verlieren.
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