Heute ist mein Hochzeitstag

Es wäre unser 33. gewesen.

33 Jahre – eine Zahl, die sich irgendwie groß anfühlt. Und gleichzeitig denke ich: Wir hatten nur 27 Hochzeitstage miteinander.

Sechs fehlen.

Sechs Hochzeitstage, an denen ich morgens nicht mehr neben dir aufgewacht bin. Sechs Mal dieser Tag, der früher einfach unser Tag war und inzwischen eine ganz andere Bedeutung bekommen hat.

Ich weiß noch, wie selbstverständlich es sich damals angefühlt hat, „für immer“ zu sagen. Man denkt nicht darüber nach, dass dieses Für immer vielleicht gar nicht so lang sein könnte, wie man glaubt.

27 gemeinsame Hochzeitstage sind eine lange Zeit. Wir haben miteinander gelacht, gestritten, Pläne gemacht, Alltag gelebt. Wir haben uns verändert, sind älter geworden und haben gemeinsam so vieles erlebt.

Und dann kam dieser Einschnitt, mit dem niemand gerechnet hat.

Heute fehlt mir nichts Bestimmtes. Es ist eher dieses Wissen, dass da jemand fehlt, mit dem ich diesen Tag eigentlich teilen würde.

Vielleicht ist es genau das, was Trauer manchmal ausmacht: Nicht nur den Menschen zu vermissen, sondern auch all die kleinen Selbstverständlichkeiten, die mit ihm gegangen sind.

Den gemeinsamen Blick zurück.
Das kurze „Weißt du noch?“
Das Wissen, dass der andere genau versteht, warum dieser Tag etwas Besonderes ist.

Heute denke ich zurück.

Nicht nur an das Ende, sondern vor allem an die 27 Jahre, die wir miteinander hatten.

Und vielleicht darf beides nebeneinander stehen:
Die Traurigkeit darüber, dass es nicht 33 geworden sind.
Und die Dankbarkeit dafür, dass es überhaupt 27 waren.

Heute ist mein Hochzeitstag.

Und auch wenn du nicht mehr hier bist, bleibt dieser Tag ein Teil meiner Geschichte.

Unserer Geschichte.

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