Eine wichtige Gesprächspartnerin

Die Traumatherapie war irgendwann viel mehr als nur die Begleitung durch meine Trauer.

Meine Therapeutin war eine wichtige Gesprächspartnerin für mich. Jemand, bei dem ich nicht erklären musste, warum es mir gerade nicht gut ging. Sie war da, hörte zu und half mir, Gedanken zu sortieren, wenn in meinem Kopf wieder einmal alles durcheinandergeriet.

Mit der Zeit ging es in unseren Gesprächen nicht mehr ausschließlich um den Verlust meines Mannes und darum, mit der Trauer zu leben. Es kamen andere Themen dazu. Dinge, die mich beschäftigten, verunsicherten oder einfach Raum brauchten.

Und manchmal meldete sie sich sogar außerhalb unserer vereinbarten Termine, wenn sie das Gefühl hatte, dass ich gerade ein bisschen Unterstützung gebrauchen könnte.

Rückblickend war diese Zeit für mich unglaublich wertvoll. Nicht, weil sie mir die Trauer genommen hätte. Das konnte und sollte sie auch gar nicht. Aber weil ich dort jemanden hatte, mit dem ich ehrlich sein konnte. Über das, was war. Über das, was gerade war. Und irgendwann auch über das, was vielleicht noch kommen könnte.

Denn da war noch ein anderer Mensch.

Aber davon erzähle ich später.

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