Achtsamkeitsübung zum Thema Herbst

Mit dem Herbst loslassen

Mach es dir bequem und schließe, wenn du möchtest, deine Augen.

Atme einmal tief ein …
und ganz langsam wieder aus.

Spüre für einen Moment deinen Körper.
Wie sitzt oder liegst du gerade?
Wo fühlst du Kontakt zum Boden oder zum Stuhl?

Du musst nichts verändern.
Du darfst einfach da sein.

Stell dir nun einen Herbsttag vor.

Vielleicht siehst du Bäume, deren Blätter sich langsam verfärben.
Grün wird zu Gelb, zu Orange, zu Rot und schließlich zu Braun.

Ein Blatt hält sich nicht fest.
Wenn seine Zeit gekommen ist, lässt es los.

Vielleicht magst du dir vorstellen, dass du selbst unter einem dieser Bäume stehst.

Ein Blatt löst sich vom Ast
und schwebt langsam zu Boden.

Beobachte es.

Es muss nichts festhalten.
Es muss nirgendwo ankommen.
Es darf einfach loslassen.

Und vielleicht gibt es auch in deinem Leben etwas,
das du nicht mehr festhalten möchtest.

Eine Sorge.
Einen Gedanken.
Eine Erwartung.
Etwas, das einmal wichtig war,
aber heute nicht mehr zu dir gehört.

Du musst jetzt nichts erzwingen.

Frage dich einfach ganz leise:

Was darf ich loslassen?

Lass die Frage ein wenig wirken.

Vielleicht kommt sofort eine Antwort.
Vielleicht auch nicht.

Beides ist vollkommen in Ordnung.

Atme ein …
und beim Ausatmen stell dir vor,
wie du ein kleines Stück davon loslässt.

Nicht alles auf einmal.
Nur so viel, wie heute möglich ist.

Spüre danach wieder deinen Atem.

Einatmen …
ausatmen …

Der Herbst erinnert uns daran,
dass Veränderung nicht bedeutet, etwas zu verlieren.

Manches darf gehen,
damit Neues entstehen kann.

Und manches darf einfach eine Weile ruhen.

Nimm noch einen tiefen Atemzug.

Und sage dir innerlich:

„Ich darf loslassen, was nicht mehr zu mir gehört.
Ich darf bewahren, was mir guttut.
Und ich darf vertrauen, dass beides seinen Platz hat.“

Komme langsam wieder zurück in den Raum.

Bewege deine Finger und Zehen.
Strecke dich, wenn es angenehm ist.

Und wenn du soweit bist,
öffne langsam deine Augen.

Nimm einen Moment wahr,
wie du dich jetzt fühlst.

Vielleicht ein kleines bisschen leichter. 🍂

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