Heute Morgen saß ich ganz entspannt vor dem Fernseher. Es lief eine Serie, nichts Besonderes. Und dann, ganz unvermittelt, erklang im Hintergrund ein Lied von Ed Sheeran.Es war eines der Lieder, die mein Mann gerne mochte.Von einer Sekunde auf die andere war er wieder da. Nicht wirklich – und doch ganz nah. Erinnerungen schossen durch meinen Kopf. Gemeinsame Momente. Seine Stimme. Sein Lächeln. Dieses Gefühl, das man gar nicht in Worte fassen kann.So ist Trauer.Sie kündigt sich nicht an. Sie fragt nicht, ob gerade der richtige Zeitpunkt ist. Sie ist einfach plötzlich da. Ausgelöst durch ein Lied, einen Duft, einen Ort oder einen ganz flüchtigen Gedanken.Früher haben mich solche Momente völlig aus der Bahn geworfen. Heute lasse ich sie kommen.Ich höre das Lied. Ich lächle vielleicht. Manchmal fließen Tränen. Und beides darf sein.Denn Erinnerungen sind kein Zeichen dafür, dass ich nicht losgelassen habe. Sie sind ein Zeichen dafür, dass ein Mensch mein Leben geprägt hat und immer einen Platz in meinem Herzen behalten wird.Manche Menschen gehen aus unserem Leben.Aber die Musik, die sie geliebt haben, erzählt ihre Geschichte manchmal noch viele Jahre später.
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